Man kann bei einer Rhabarbersaftschorle und Kartoffeln mit Kräuterquark entspannen oder einen Spaziergang über das 12 Hektar große Gelände machen. Hier sind 40 historische Gebäude aufgestellt, die das Leben von 1600 bis in die 1950er Jahre vermitteln. Sehenswert sind die historische Einrichtung und die nach alter Manier angelegten Nutzgärten. Hier begegnet man alten Nutztierrassen, zu denen Hühner, Schafe und auch Schweine gehören. Mein persönliches Highlight war eines der Schweine, das sich so weit in den Matsch eingesuhlt hatte, dass nur noch sein Oberteil als Schweineinsel hinausschaute.
Neben dem verklärten Blick in die Vergangenheit wird auf dem Rundgang aber recht schnell klar, dass das Leben auf dem Bauernhof sehr hart gewesen sein muss - in den Gebäuden muss es verraucht und kalt gewesen sein, das Arbeiten auf dem Feld, in den Schmieden und Backsteinmanufakturen hart und beschwerlich. Als ich gestern mit einer Apfelminze, Wasserminze, römischem Schildampfer, Zichoriensalat und Blattmangold im Gepäck nach Hause fahre, bin ich froh, dass ich keinen Schweinestall ausmisten und zum Brunnen laufen muss, um meine Pflanzen zu wässern. Stattdessen freue ich mich über die Pflanzenraritäten und das fließende Wasser in meiner Wohnung.
Übrigens: Am 19/20. Juli 2014 veranstaltet das Kiekeberg-Museum einen Rosenmarkt und am 16./17. August 2014 den "Pflanzenmarkt im Sommer". Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert.
Ähnliche Beiträge:











