Sonntag, 16. Februar 2014

Kann ich die alte Erde in den Kübeln wiederverwenden?

Auf dem Balkon werden Pflanzen in Kübeln und Kästen gezogen. Im Gegensatz zum Garten sind Nährstoffe da recht schnell verbraucht, denn die Pflanzen stehen sehr nah beieinander und das Erdvolumen ist beschränkter als im Garten.

Viele empfehlen deshalb die Pflanzen in der Erde auch während des Jahres schon nachzudüngen. Jetzt im Frühjahr ist die alte Erde des letzten Jahres noch in den Kübeln und ich frage mich, ob ich diese Erde nicht in irgendeiner Form aufbereiten könnte - warum immer gleich alles wegschmeißen?
Tatsächlich gibt es in einigen Gartenforen fleißige Kübelgärtner, die empfehlen die Erde einfach mit Kompost aufzuarbeiten, Blähton hinzuzufügen und Dünger (z.B. Hornspäne) unterzumischen. Die Erde zu recyclen fand ich als Idee prinzipiell gut, allerdings schaute ich mir dann heute die Erde in den Kübeln an.
Pro- und Contra zum Thema Erde aufbereiten habe ich hier kurz festgehalten.

Proargumente Erde aufbereiten


  • Dies ist die günstige Alternative, denn man braucht nur Kompost und evtl. anderen organischen Dünger hinzukaufen/besorgen.
  • Weniger Schlepparbeit: Erde ist schwer und das Treppenhaus gnadenlos.
  • Die alte Erde muss nicht entsorgt werden, was sich in der Stadt als schwierig herausstellen könnte. Man könnte mit einem großen, schweren Sack in den Park gehen und die Erde dort unter einem Baum verteilen oder man könnte sie tatsächlich in den Hausmüll schmeißen oder sie neben parkenden Autos auf einen kleinen Grünstreifen streuen...alles keine wirklich schönen Alternativen.

Contraargumente Erde aufbereiten


  • Neue Erde ist auch nicht wirklich teuer, mittlerweile gibt es viele günstige torffreie Erden.
  • Nährstoffe sind garantiert vorhanden und die Pflanzen gedeihen wunderbar.
  • Beim Aufbereiten der Erde weiß man nicht wie die Mischung von Kompost, Hornspäne, alter Erde genau sein soll, weil man ja nicht weiß wie viele Nährstoffe die alte Erde noch besitzt.
  • Viele Internetforum-Meinungsmenschen glauben, dass es die bessere Alternative ist neue Erde zu kaufen. 
  • Erde aufbereiten ist viel Arbeit und man sollte dazu ein Sieb haben.
  • Die alte Erde ist evtl. mit Pilzen und Eiern von Schädlingen "verdorben".
  • Alte Erde ist durchwurzelt und trocken und hält das Wasser schlecht.




Im Endeffekt wähle ich persönlich nun eine Zwischenlösung. Große Teile der alten Erde sind bei mir wirklich stark durchwurzelt. Ich kann mir kaum vorstellen, dass darin noch etwas wächst. Im Endeffekt lasse ich die alte, noch brauchbare Erde jetzt im unteren Teil der Kübel, mische sie allerdings mit ein wenig Hornspäne. Auf die alte Erde schütte ich dann neue, angereicherte Erde. Was ich nun mit der alten Erde mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht kommt mit dem nächsten Frühlingssonnenstrahl ja eine gute Idee für dieses Problem... Logischerweise müsste man die weniger durchwurzelten Erdteile gut als Anzuchterde benutzen können, weil sie nährstoffarm ist, oder?

Samstag, 15. Februar 2014

Grüne Frühlingsträume

Im Winter ist es viel zu kalt. Nicht nur mir, sondern auch den Pflanzen. Deshalb bleiben viele unter der Erde und verstecken sich, geschützt von einer dicken Schicht Bettdeckenerde. Auch ich habe mich versteckt und einfach mal Pause gemacht, balkongeschlummert, abgeschaltet. Ich bin eindeutig keine Wintergärtnerin und da mein Balkon auch ohne mich und vor allen Dingen meine Gießkanne ganz gut überlebt, konnte ich mich anderen Dingen widmen. Hier im Norden ist es eben nicht nur kalt, sondern auch schön nass und da gießt sich das ein oder andere Pflänzchen von allein. Praktisch!

Nun aber raus aus den Federn, aufwachen aus dem Schlummer. Wenn sich die Sonne durch die kahlen Bäume schiebt, kommt ab und zu schon ein Frühlingsgefühlchen hoch und damit wachsen schon die ein oder anderen Tomatenpläne, Chiligedanken und grünen Träume. Die Sonne ist die beste Gießkanne für gute Balkonideen. Jetzt kann es wieder losgehen. Die Gewächshäuser warten schon...